Basel: Obdachlose sollen an der Wärme schlafen

Basel: Obdachlose sollen an der Wärme schlafen

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Die Heilsarmee Gundeli hat entschieden, für eine Woche ihre Räumlichkeiten zu öffnen für Menschen, die draussen schlafen.

Regelmässig sind vier bis fünf Besucher im Foyer des Korps Gundeli, die zur Zeit auf der Strasse schlafen - und es gibt wohl mehr davon. Es sind vor allem Menschen aus Osteuropa, aber nicht nur. Die Korpsoffiziere machen sich Sorgen um diese Menschen, denn diese Woche wird die kälteste Woche seit sechs Jahren mit Nachttemperaturen von unter -10° C.

In Absprache mit Thomas Baumgartner, Leiter Heilsarmee Männer- und Frauenwohnhaus, wird die Heilsarmee Gundeli ihr Foyer jeweils nachts von 19.30 Uhr bis 7.30 Uhr öffnen, damit die betroffenen Menschen eine warme Nacht hier verbringen können.

Dabei wird nach dem Subsidiariätsprinzip verfahren:

  • Priorität 1: Notschlafstelle
  • Priorität 2: Männer/Frauenwohnhaus
  • Priorität 3: Heilsarmee Gundeli.

Das Angebot wird genutzt: In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam eine Person ins Gundeli, eine weitere konnte ins Frauenwohnhaus vermittelt werden.

Von Sonntag auf Montag fanden bereits sechs Personen im Gundeli Unterschlupf, eine weitere Person konnte an die Notschlafstelle verwiesen werden.

Die Menschen freuen sich nicht nur über die Wärme, sondern auch über ein offenes Ohr. Einige besuchten am Sonntag den Gottesdienst.

 

    Autor
    Markus Muntwiler, Leiter Heilsarmee Gundeli

    Publiziert am
    28.2.2018