Besetzer sind weiterhin im Heilsarmee-Haus

Besetzer sind weiterhin im Heilsarmee-Haus

Das Gebäude der Heilsarmee Zürich Zentral ist seit dem 23. November besetzt.
Das Gebäude der Heilsarmee Zürich Zentral ist seit dem 23. November besetzt.
© 20M / Reto Oeschger / Limitierte Rechte

Berichte im Tages-Anzeiger und in 20 Minuten.

Tages-Anzeiger, 12. Januar 2018

Das Gebäude der Heilsarmee an der Ankerstrasse 31 ist von den Besetzern nicht wie verlangt geräumt worden. Das ist insofern bemerkenswert, als die Hausbesetzer seit der Übernahme der Räumlichkeiten am 23. November schon drei Ultimaten der Religionsgemeinschaft haben verstreichen lassen. Das letzte ist um Mitternacht in der Nacht auf gestern Donnerstag abgelaufen. Nun dürfen die Besetzer bis Sonntag, 14.

Januar, bleiben, wie Marianne Meyner bestätigt. Die Chefsekretärin der Heilsarmee hat den jungen Leuten eine weitere Fristerstreckung gewährt. Sie gibt sich zuversichtlich, dass die Besetzer diesmal abziehen. Denn erstmals seien sie selber aktiv geworden und hätten einen Vorschlag gemacht. Das Vorweisen der Abbruchbewilligung für das Gebäude habe wohl den Ausschlag gegeben, meint Meyner.

Die Besetzer schätzt sie als erfahren ein: «Sie kennen die Spielregeln.» Bei Vorliegen einer Abbruchbewilligung ist die Polizei verpflichtet, auf Antrag der Eigentümerschaft das Haus zu räumen. Abzug schriftlich bestätigt Die Absichtserklärung, das Haus zu verlassen, hat Meyner schriftlich: «Ich hoffe, dass keine polizeiliche Räumung nötig wird.» Denn ansonsten werde es mit dem Bauzeitplan knapp. Die Heilsarmee will das Gebäude abbrechen und Ende 2019 ein neues Wohnheim mit 36 Plätzen und einen Gemeindesaal eröffnen.

Die Baubewilligung liegt längst vor, die Bauarbeiter hätten gestern mit dem Rückbau beginnen sollen. Die letzte gewaltsame Räumung war im Sommer 2014 jene des Labitzke-Areals, die von den Besetzern mit einer Blockierung der Hohlstrasse «gefeiert» wurde, (pu) Das besetzte Heilsarmee-Gebäude an der Ankerstrasse.

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20 Minuten, 12. Januar 2018

Ein Ultimatum folgt auf das nächste: Am Montag hat die Heilsarmee die Besetzer des Hauses im Kreis 4 aufgefordert, das Gebäude bis Mittwoch um Mitternacht zu verlassen: «Sollten sie sich danach noch im Gebäude befinden, behalten wir uns das Recht vor, jederzeit eine polizeiliche Räumung zu beauftragen», hiess es Anfang Woche. Jetzt dürfen die Besetzer aber doch bis Sonntag bleiben, wie die Heilsarmee auf Anfrage bestätigt. Sie hat ihnen somit bereits die dritte Fristerstreckung gewährt. Die Besetzer hätten schriftlich bestätigt, dass sie das Gebäude bis dann räumen.

Am Montag will man mit den Abrissarbeiten anfangen. Ende 2019 soll das Neubauprojekt mit Gemeindesaal und Wohnheim mit 36 Plätzen bezugsbereit sein.

 

 

 

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Quelle: Tages-Anzeiger und 20 Minuten (12.01.2018)