Clustertagung «Senioren»

Clustertagung «Senioren»

Journée Cluster « Personnes âgées » / Clustertagung «Senioren»
Journée Cluster « Personnes âgées » / Clustertagung «Senioren»
© Bernhard Stegmayer, Best Image / Lizenzfrei

Die Stiftung Heilsarmee Schweiz will ihre Arbeit im Bereich der älteren Menschen verstärken.

Rund 130 Personen, die an den fünf Alterspflege-Standorten der Heilsarmee tätig sind, wurden am 5. März 2024 von Herrn Christopher Maurice, regionaler Leiter Westschweiz und Verantwortlicher des Clusters «Alter», und Herrn Laurent Imhoff, Leiter der Abteilung Sozialwerk, in die idyllische und zum Reflektieren einladende Umgebung von Crêt Berard (Puidoux) eingeladen.

Ziel war es, die operative Strategie der einzelnen Abteilungen für die kommenden Jahre zu erörtern. Verschiedene Präsentationen und Gespräche gaben den Anwesenden Gelegenheit, sich ihrer Bedeutung innerhalb der grössten christlichen Sozialorganisation der Schweiz noch bewusster zu werden. Ausserdem sollte ihnen die Vision vermittelt werden, wie die Heilsarmee auf die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung reagieren will.

«Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch, das ist das Wichtigste»

Dieses Zitat von Valérie Imhoff, Leiterin des Pflegeheims Le Foyer und der OSAD im Kanton Neuenburg (Organisation für häusliche Pflege), wurde in den verschiedenen Etappen des Tages regelmässig wiederholt. 

Selbst wenn die vorgestellte Strategie eine Reaktion auf die Anfragen der Kantone darstellt, erinnert Christopher Maurice (Regionalleiter Westschweiz): «Es sind in der Tat die christlichen Werte der Heilsarmee, die uns dazu bewegen, einen Ansatz zu entwickeln, der auf Menschen und nicht auf Gewinn fokussiert ist.» 

Konkret bedeutet dies eine Diversifizierung der Angebote durch die Entwicklung von zusätzlichen OSADs, von Tagesstätten sowie durch die Eröffnung von Standorten für Kurzaufenthalte oder auch durch die Umgestaltung und Schaffung zusätzlicher Standorte in bestimmten Kantonen.

Darüber hinaus werden Standorte dazu angeregt, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Best Practices in allen Bereichen der Pflegeverwaltung zu finden. Dazu gehört auch die Ermutigung zur permanenten Weiterbildung. 

Das Feedback der Teilnehmenden zur Strategie ist positiv; sie sind zuversichtlich, enthusiastisch und beschreiben die Strategie als innovativ, anregend, angemessen und gut durchdacht, dynamisch und vielversprechend. 

Zwischen Spielen, Präsentationen und Diskussionsrunden

Alle Institutionsleiter hatten die Gelegenheit, sich selbst und ihren Standort vorzustellen und ihre eigenen Überlegungen beizutragen: Frau Valérie Imhoff, Herr Damien Petrucci, Herr Svend Lehmann und Herr Christian Russ. 

In einem offenen Austausch mit Herrn Michel Zaslawsky, einem ehemaligen langjährigen Mitarbeiter der Heilsarmee (jetzt im Ruhestand), und Gabrielle Maillard, der Enkelin einer Bewohnerin, wurde das Wohlergehen der Angestellten, der Bezüger sowie die Unterstützung der Familien mit grosser Ehrlichkeit besprochen. 

Herr Zaslawsky erzählte viele Anekdoten aus seiner 40-jährigen Tätigkeit für pflegebedürftige Menschen und gab den Anwesenden wertvolle Ratschläge.

Gabrielle Maillard schloss die Diskussionsrunde: «Ich möchte, dass die Heilsarmee floriert, ihren Prinzipien treu bleibt, dass sie ihren Schwung beibehält, ohne ihre Menschlichkeit zu verlieren.»

 

Schlusswort

Am Ende eines lehrreichen Tages stellte Laurent Imhoff noch einmal wichtige Punkte heraus, die während des Tages zur Sprache kamen: 

  • Die Achtung der Bedürfnisse und der individuellen Freiheit der Bewohnenden geraten oft zugunsten der institutionellen Organisation aus dem Blick: «Wagen wir den Wandel, überdenken wir das System und zeigen wir uns lernfähig».
  • Die Zufriedenheit der Angestellten, die Verbesserung ihrer Kompetenzen und der Respekt vor ihrer Arbeit tragen direkt zur Qualität der Pflege der Bewohnenden sowie Bezügerinnen und Bezüger bei.

Er schloss mit einer herzlichen Danksagung für alle teilnehmenden Personen und die Organisatoren der Veranstaltung und mit einer ermutigenden Botschaft: «Danke, dass ihr uns helft, unsere christliche Organisation in der Liebe zum anderen leben zu lassen, seid gesegnet».

Autor
Sozialwerk Heilsarmee Schweiz

Publiziert am
20.3.2024