Hand­sOn: Flücht­lin­ge rasch in den Ar­beits­markt in­te­grie­ren

Hand­sOn: Flücht­lin­ge rasch in den Ar­beits­markt in­te­grie­ren

Asylsuchende mit Ausweis N eignen sich in der HandsON-Fabrik im Liebefeld Schlüsselkompetenzen für den Arbeitsmarkt an. / Les demandeurs d'asile avec livret N acquièrent des compétences clés dans l’usine HandsON au quartier Liebefeld.
Asylsuchende mit Ausweis N eignen sich in der HandsON-Fabrik im Liebefeld Schlüsselkompetenzen für den Arbeitsmarkt an. / Les demandeurs d'asile avec livret N acquièrent des compétences clés dans l’usine HandsON au quartier Liebefeld.
© F. Gurzeler / Lizenzfrei

Der Jahresbericht 2017 ist online! Entdecken Sie HandsOn, das Projekt der Heilsarmee zur Integration von Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion will 2018 die Aufträge im Asylbereich komplett neu an die Partnerorganisationen vergeben. Damit die Heilsarmee Flüchtlinghilfe (HAF) ihren behördlichen Auftrag weiterführen kann, muss sie inskünftig Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren. Die Zusammenarbeit mit HandsOn ermöglicht der HAF bereits heute die Stossrichtung der NA-BE aufzunehmen und damit Erfahrungen mit einem zukunftsweisenden Projekt zu sammeln.

HandsOn ist ein Projekt des Arbeitsintegrationsprogramms travailPLUS des Sozialwerks der Heilsarmee Schweiz mit dem Ziel, Menschen des Asyl- und Flüchtlingsbereichs in den Schweizer Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Qualifizierungsprogramm beginnt mit dem ersten Tag des Aufnahmeverfahrens und beinhaltet die Vermittlung sozialer, sprachlicher und beruflicher Kompetenzen.

Im Pilotprojekt HandsOn Liebefeld arbeiten und lernen seit Sommer 2017 rund 30 asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen. Sie erwerben das Sprachzertifikat und verbessern ihre Kenntnisse in Mathematik, Informations- und Kommunikationstechnik. Auch trainieren sie berufliche Kompetenzen wie pünktliches Erscheinen und Arbeitsqualität, indem sie in der Produktion arbeiten. Aktuell stellen sie trendige Taschen, Rucksäcke und Accessoires aus gebrauchten Werbebanner her. Ziel ihres einjährigen Einsatzes ist der Einstieg ins Erwerbsleben oder in eine qualifizierende Ausbildung im 1. Arbeitsmarkt (regulärer Arbeitsmarkt).

Vorläufig aufgenommene Personen dürfen arbeiten. Es ist von grossem Interesse, dass sie für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen können – nicht nur für diese Personen selbst, sondern auch für den Staat, da hohe Kosten in der Sozialhilfe vermieden werden. 2017 wurden durch die HAF neu  fünf Job Coaches angestellt. Diese erleichtern vorläufig aufgenommenen Personen den Einstieg in die Arbeitswelt, indem sie eine Brücke zwischen dem regionalen Arbeitsmarkt und den rund 3500 Klienten und Klientinnen der HAF bilden.

Autor
Livia Hofer

Publiziert am
15.8.2018