Schritte der Verbindlichkeit

Schritte der Verbindlichkeit

Von links nach rechts: Beatrice und Tom Vacher, Tamara und Thomas Schällibaum, Pjtsch und Becky Kupferschmid, Hans Sedleger und Madeline Aegerter (sitzend).
Von links nach rechts: Beatrice und Tom Vacher, Tamara und Thomas Schällibaum, Pjtsch und Becky Kupferschmid, Hans Sedleger und Madeline Aegerter (sitzend).
© Heilsarmee Zürcher Oberland / Lizenzfrei

Vor den Sommerferien hat das Heilsarmeekorps Zürich Oberland unter der Leitung der Majore Beat und Monika Schulthess 8 Personen eingereiht.

In einer eindrücklichen Zeremonie unterschrieben alle die Dokumente und erhielten auch einen persönlichen Bibelvers. Beat und Monika Schulthess beteten für sie und die ganze Gemeinde erhob sich für den gemeinsamen Segen.
 
Zwei Soldaten, ...
Beatrice und Tom Vacher sind seit ein paar Jahren im Korps und fanden den Weg über das Seelsorgezentrum Hesekiel, das ins Korps integriert ist. Wegen Problemen mit der ältesten Tochter suchten und fanden sie Hilfe bei unseren erfahrenen Seelsorgern. Dann stiessen sie auf den Prospekt der Jahresschule in geistlicher Kampfführung, welche Beat Schulthess gründete und hauptsächlich leitet. Sie meldeten sich dafür an. Überzeugt und geistlich beflügelt vom neuen Wissen wollten sie in ihrer Gemeinde ebenfalls Befreiungsseelsorge anbieten, aber die Leitung lehnte ab. Auch Strassengebet war nicht erwünscht. So entschied das Ehepaar Vacher, dass es Zeit für eine saftigere Wiese sei und wechselten ins Korps Zürich Oberland. Den Schritt zum Soldaten wollten sie gehen, weil sie sich das Christsein so vorstellen, wie es die Heilsarmee propagiert: Bedürftigen und Ausgegrenzten helfen. Der Einreihungsgottesdienst war auch für sie ein ganz besonderer Moment, weil ihre Tochter dabei war und sogar in der vordersten Reihe sass. Nur hat sie inzwischen das Geschlecht gewechselt. Ihr nun also Sohn sass dort mit seiner Freundin und seinem Kind aus einer früheren Beziehung. Aufmerksam verfolgten sie den Gottesdienst. Es war ihnen sogar so wohl, dass die Freundin mit dem Gedanken spielt, wiederzukommen.
 
... fünf Rekruten ....
Becky und Pjtsch Kupferschmid haben beide eine Berufung für Benachteiligte, ob es nun Obdachlose, Randgruppen, Transgender oder Verstossene sind. Begonnen hat alles in der Heavy Metal Church, die war ihnen lange Zeit sehr wichtig. Sie waren aber auch aktiv im Heilsarmee-Korps Luzern. Jakob Wampfler erzählte ihnen vom Befreiungsdienst, den Beat Schulthess anbietet. Das interessierte sie und kurz darauf sassen sie bereits im Jahreskurs in geistlicher Kampfführung. Warum sie Rekruten werden wollen? Weil sie überzeugt sind von dieser freiwilligen Verpflichtung. Für sie ist es sogar denkbar, dass sie später in den vollzeitlichen Dienst in der Heilsarmee einsteigen. Mit dem grossen Wunsch, die Heilsarmee durch ihre Persönlichkeiten mitzuprägen.
 
Thomas und Tamara Schällibaum. Es war eine Fügung von Gott, dass Thomas mit seinem Seelsorge-Anliegen im Seelsorgezentrum Hesekiel landete und so auch gleich das Heilsarmee-Korps kennenlernte. Seit Anfang Jahr kommen er und seine Frau Tamara regelmässig in die Versammlungen. Durch anschliessende Gespräche mit Beat und Monika Schulthess stellte das junge Ehepaar fest, dass es eine Berufung hat, in den Vollzeitdienst der Heilsarmee einzutreten. Jetzt befinden sie sich in der Phase der Vorabklärungen mit Divisionschef Markus Brunner und seiner Frau Eva - der Antrag nach Bern ist also noch ausstehend. Es ist auch eine Zeit der intensiven Gefühle, die von Zweifeln bis Vorfreude alles abdecken. Die beständigste Vorfreude empfinden sie momentan für ihr zweites Kind, das bald zur Welt kommt.
 
Hans Sedleger hat sich für den Weg des Rekruten entschieden, weil es für ihn ein geistlicher Schritt ist, der ihm selber gut tue. Es ist auch ein Schritt in eine umfängliche Verbindlichkeit, da er bald vollzeitlich für die Heilsarmee arbeitet. Einerseits arbeitet er seit mehreren Monaten zu 30% für das Korps Zürich Oberland; er ist für den Betriebsunterhalt verantwortlich. Ab September arbeitet er zudem zu 70% als Hauswart im Jugendhaus Stäfa. Hans und seine Frau suchten schon länger eine geistliche Heimat. Sie waren nirgends mehr fest eingebunden. Es sollte ein Ort mit einer Männergruppe sein. Im Herbst 2018 stiessen sie auf unser Korps. Es war ihnen sofort wohl. Zudem stellte er fest, dass wir eine zwäge Männergruppe mit Frühgebet führen. So gab es nichts mehr abzuwägen.
 
... und ein Mitglied des engen Freundeskreises
Madeline Aegerter ist schon viele Jahre gläubig und besuchte lange Zeit eine andere Freikirche. Als sie die Jahresschule bei Beat Schulthess absolvierte, ist ihr vieles klar geworden. Vor allem, dass sie das bisherige Geistesleben nicht mehr gutheissen konnte. So wechselte sie ins Korps Zürich Oberland. Hier fühlt sie sich wohl und als Teil des engen Freundeskreises bezeugt sie diesen Schritt nun auch gegen aussen.
 
 Die Korpsleitung freut sich über diesen verbindlichen Schritt und wünscht allen Gottes Führung und seinen überreichen Segen auf ihren vielfältigen Wegen.

 

Autor
Zoë Bee

Publiziert am
7.8.2019