Flüchtlinge besser, schneller und dauerhaft schützen

Flüchtlinge besser, schneller und dauerhaft schützen

Die Schweizerische Flüchlingshilfe (SFH) stellt mit einer neuen Strategie die Weichen bis 2022. Die Heilsarmee ist Mitglied der SFH.

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), Dachverband zahlreicher Hilfswerke, unter anderem der Stiftung Heilsarmee Schweiz, konzentriert sich in den kommenden fünf Jahren auf fünf strategische Handlungsfelder. Neben der Anwaltschaft für Schutzsuchende, dem verstärkten Einsatz für die Integration und der Qualitätssicherung im neuen Asylverfahren will sie ihren Auftrag in der Wissensvermittlung und Aufklärung noch engagierter wahrnehmen und zusätzlich innovative Projekte im Asylwesen anstossen. 

Die Generalversammlung vom Dienstag, 2. Mai 2017 hat unter der Leitung von Präsidentin Diana Rüegg eine neue, auf die nächsten 5 Jahre ausgerichtete Strategie verabschiedet. «Im Hinblick auf die Neustrukturierung des Asylwesens haben haben wir die Tätigkeitsfelder der SFH präzisiert und unsere Vision und Mission geschärft», erklärt sie. Die Dachorganisation konzentriert sich auf die fünf strategischen Handlungsfelder  Anwaltschaft, Integration, Qualitätssicherung, Wissensvermittlung und Innovation.

Anwaltschaft für Schutzsuchende: von der Ankunft bis zur Integration
Die SFH will die Rahmenbedingungen für Schutzsuchende bereits ab deren Ankunft in der Schweiz verbessern. Die Neustrukturierung des Asylwesens wird in Zukunft stark verkürzte Verfahren bringen, entsprechend gross ist der Bedarf nach anschlussfähigen, gut ausfinanzierten Integrationsprogrammen. Besonders steht dabei die Besserstellung der vorläufig Aufgenommenen im Fokus, zumal diese durchschnittlich 10 Jahre im Land verbleiben. Die Betroffenen sollen in ihren Rechten und Pflichten anerkannten Flüchtlingen gleichgestellt werden und rasch auf eigenen Füssen stehen können. 

Qualität der Asylfachleute hoch halten
Die Begleitung Schutzsuchender durch das Asylverfahren durch unabhängige Fachpersonen hat in der Schweiz eine lange Tradition und ist anerkannt. Die sich im neustrukturierten Asylwesen ändernden Verfahren und Abläufe erfordern hohe Qualitätsstandards in allen sechs der vom Bund definierten Regionen. Der Einsatz der SFH gilt einer einheitlichen und qualitativ hochwertigen Umsetzung. Im Vordergrund stehen dabei die Grundlagenarbeit, die Beratung sowie die Weiterbildung von Fachleuten aus der Zivilgesellschaft. Ihr diesbezügliches Angebot will sie in den nächsten Jahren konsequent ausbauen. Die SFH will zudem den regen Austausch zwischen den einzelnen Regionen fördern, um eine einheitliche Umsetzung sicherzustellen.

Informationsdrehscheibe für Expertise und Politik
Die SFH hat sich in den vergangenen Jahren als glaubwürdige Ansprechpartnerin für alle Akteure im Flucht- und Asylbereich profiliert. Diana Rüegg erläutert: «Unser Dachverband sieht sich in Zukunft mehr denn je als Kompetenzzentrum und Informationsdrehscheibe für alle Akteure im neuen Asylverfahren.» Die Wissensvermittlung wie auch die Aufklärung der breiten Bevölkerung über die Rechte der Asylsuchenden bilden einen Fokus der Schweizerischen Flüchtlingshilfe.

Neue Lösungsansätze erproben
Aufbauend auf ihrem Projekt Gastfamilien sieht sich die SFH zunehmend in der Rolle eines Innovationspools für Flucht und Asyl. Das neue Asylverfahren ruft nach neuen Ansätzen, die eine rasche Integration der von der Schweiz geschützten Menschen sicherstellen. Die SFH will in Zusammenarbeit mit den Mitgliedorganisationen neue Lösungsansätze erproben. Flüchtlinge sollen sich so schneller selbständig in unserer Gesellschaft und Wirtschaft bewegen können. Die gezielte Förderung und der aktive Einbezug der Betroffenen senken die Kosten für Sozialhilfe.  

Netzwerk der SFH
Die Mitgliedorganisation der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH sind: Amnesty International, Schweizer Sektion; Caritas Schweiz; Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz HEKS; Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH; Stiftung Heilsarmee Schweiz; Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen VSJF.

Assoziierte Mitglieder sind: Christlicher Friedensdienst cfd; Flüchtlingshilfe Liechtenstein; Liechtensteinisches Rotes Kreuz; Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes SSI. Die nationale Partner-Organisation ist das Verbindungsbüro der UNO Flüchtlingshochkommissariates UNHCR für die Schweiz und Liechtenstein.  

Das internationale Dach bildet der European Council on Refugees and Exiles ECRE in Brüssel.

 

Autor
Schweizerische Flüchtlingshilfe

Publiziert am
2.5.2017