"Man soll sich einfach von Gott gebrauchen lassen" (mit neuen Bildern)

"Man soll sich einfach von Gott gebrauchen lassen" (mit neuen Bildern)

Gott hat die Gebete der Heilsarmee in Hamburg erhört und aus der unschönen G20-Situation für die Bedürftigen etwas Positives erwachsen lassen. / Dieu a entendu les prières de l’Armée du Salut à Hambourg et a fait naître du positif lors du G20.
Gott hat die Gebete der Heilsarmee in Hamburg erhört und aus der unschönen G20-Situation für die Bedürftigen etwas Positives erwachsen lassen. / Dieu a entendu les prières de l’Armée du Salut à Hambourg et a fait naître du positif lors du G20.
© Heilsarmee in Hamburg / Lizenzfrei

G20-Happy-End für die Heilsarmee in Hamburg: "Demonstrant" und Edeka spenden an die Tagesstätte der Heilsarmee.

Blaulicht, Krawall, brennende Autos, vermummte Demonstranten – das sind die unschönen Bilder, die vermutlich den meisten vom G20-Gipfel in Hamburg hängengeblieben sind. Doch während die Mächtigsten dieser Welt in der Hansestadt tagten, spielten sich auch noch andere Szenen ab.

Die Heilsarmee auf St. Pauli, deren Tagesstätte und Gemeindegebäude in der Talstrasse mitten im Brennpunkt des Geschehens lag, nutzte die Zeit, um gegen die unheilvolle Stimmung und für Frieden zu beten. In dieser Zeit ergaben sich viele gute Begegnungen mit Nachbarn, Demonstranten, Helfern und Gästen der Tagesstätte, ausgelöst durch neugierige Fragen zur Heilsarmee, der hochfrequentierten WC-Nutzung, Schokoladenherzen für Sanitäter bis hin zum Dankeschön an übermüdete Polizisten.

Ein humorvolles Foto verbreitet sich viral
Und dann gab es noch ein Bild aus Hamburg, das sich rasant im Internet verbreitete und zum Schmunzeln anregte. Ein junger Mann namens Andre Kramer schlendert lässig mit Sonnenbrille zwischen Wasserwerfern, Polizeihundertschaften und Demonstranten und hält ein selbstgemachtes Pappschild hoch. Darauf steht mit Edding geschrieben: "Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke"

Diese Bilder – es kursierten mehrere Schnappschüsse auf unterschiedlichen Seiten von der Szene – sahen, teilten und kommentierten allein auf Facebook vermutlich mehrere Millionen Menschen. Edeka nahm den Ball natürlich dankend auf und schrieb Andre Kramer prompt auf Facebook an: „Bleib zuhause. Wir bringen dir was. Bitte“

Andre Kramer, der als Comedian tätig ist, dankte für das Angebot, schlug aber vor, die Lebensmittel stattdessen an Obdachlose auf der Reeperbahn zu spenden. Und so wurde nun die Heilsarmee auf St. Pauli Teil dieser sympathischen Geschichte.

Happy End für die Heilsarmee
Knapp eine Woche nach Ende des G20-Gipfels fuhr am Dienstag, dem 18. Juli, ein Lieferwagen von Edeka in der Talstrasse vor. Andre Kramer war da und brachte sein Pappschild mit und die Majore Annette und Achim Janowski, Leiter der Heilsarmee in St. Pauli, standen zusammen mit dem Missionsteam bereit, um die grosszügige Sachspende entgegenzunehmen. Mehrere Paletten, darunter 100 kg Kaffee, 250 Liter Milch, Dosensuppe und Obst, entluden sie gemeinsam mit Mitarbeitern von Edeka und Andre Kramer.

Major Achim Janowski freut sich darüber, dass die Heilsarmee-Tagesstätte so nun über einen komfortablen Vorrat an hochwertigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln verfügt. Damit wird sie, neben der regelmässigen Belieferung durch die Hamburger Tafel, die soziale Arbeit für obdachlose und andere bedürftige Menschen auf St. Pauli eine Weile lang bestreiten können.

Und so kam es, dass sich am Rande eines sonst von Negativschlagzeilen geprägten Events auch eine positive Geschichte mit Happy End abspielte. Die Heilsarmee dankt im Namen der Bedürftigen von St. Pauli ganz herzlich Andre Kramer und den Verantwortlichen bei Edeka dafür!

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Autor
Quelle: Die Heilsarmee in Deutschland