Menschenkette vor der Synagoge in Basel

Menschenkette vor der Synagoge in Basel

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Die Heilsarmee Basel beteiligt sich an einer Solidaritätsaktion mit der jüdischen Gemeinschaft in Basel.

Solidarität in Form einer Menschenkette am Dienstagabend: Vor der Israelitischen Gemeinde Basel wurde gestern Dienstagabend zu einer beeindruckenden Solidaritätsaktion aufgerufen. Die zahlreichen Besucher, die die ausserordentliche Gemeindeversammlung (GV) der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) besuchen wollten, wurden bei ihrer Ankunft in der Leimenstrasse gestern von rund 200 Menschen überrascht, die sich in einer Aktion rund um die Synagoge gestellt hatten. Mit Kerzen in der Hand demonstrierten sie still und eindrücklich ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft Basels, die am selbigen Abend ihr defizitäres Budget beraten musste. Grund dafür sind - unter anderem - die hohen Kosten für die Sicherheit der Gemeinde, die diese zurzeit selbst tragen muss.

Organisiert wurde dieser gelungene Auftakt zur Budget-Versammlung von der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft beider Basel, der Gellertkirche, der Heilsarmee Basel sowie von zahlreichen anwesenden Bürgern der Stadt. Teilweise stellten auch Nachbarn auf der gegenüberliegenden Strassenseite Kerzen auf ihre Fenstersimse und beteiligten sich so spontan der der Aktion. Bisher zahlt der Kanton Basel-Stadt sich nicht an den laufenden Sicherheitskosten der IGB. Die Unterstützung der vielen Menschen, die sich, auch spontan, in die Menschenkette einreihten, wurde von den Gemeindemitgliedern sehr wertgeschätzt. Die Resonanz war durchweg äusserst positiv - und auch IGB-Präsident Guy Rueff brachte seinen Dank an die Organisatoren und Teilnehmenden an der GV deutlich zum Ausdruck.

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Quelle: Tachles (31.01.2018)